Luxemburgensia

Die Entzauberung des "Mysteriums des Sprachlichen"

d'Lëtzebuerger Land vom 19.06.2003

"Le caractère éminemment social du langage est trop évident, et beaucoup de linguistes comprennent maintenant que les causes initiales des phénomènes qu'ils étudient ne se trouvent pas dans les langues elles-mêmes."

Nicht der Inhalt dieses Zitates ist bemerkenswert, sondern dessen Alter. Diesen Satz schrieb der der Durkheim'schen Soziologenschule zuzurechnende Linguist Antoine Meillet 1903 1). Er hat damals schon nachgewiesen, wie die Geschichte der Sprachen durch die Geschichte der Gesellschaften, in denen sie gesprochen werden, geprägt wird. Damit hat er die wesentlichen Erkenntnisse der Soziolinguistik vorweggenommen, die sich als Disziplin in den Sechzigerjahren etabliert hat und auch 1987 mit der Pionierarbeit von Fernand Hoffmann Pragmatik und Soziologie des Lëtzebuergeschen: ein Versuch kommunikativer Sprachwissenschaft in Luxemburg angekommen ist. Das Wechselverhältnis zwischen Herausbildung der Nationalstaaten und der Sprachentwicklung in Europa ist hinreichend erforscht 2) und Luxemburg gilt zu Recht als ein Musterbeispiel, an dem aufgezeigt werden kann, wie ein und derselbe Dialekt, das Moselfränkische, das 1839 in vier verschiedenen Staatsgebilden gesprochen wurde, sich unterschiedlich entwickelt hat.

Wenn das Moselfränkische in Luxemburg zur Nationalsprache wird, dann weil der durch die historischen Zufälligkeiten entstandene Staat die Konstruktion einer nationalen Identität, mit ihren Mythen und ihrer Sprache nach sich gezogen hat. Die Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1941 kann als Wendepunkt in diesem Prozess angesehen werden, in dem die Luxemburger sich zu einer Nation im Renan'schen Sinne des Wortes, auf deutsch zu einer Staatsnation, erklärt haben. Damit haben sie auch das Lëtzebuerger-Däitsch zu ihrer Nationalsprache erkoren, obwohl es noch bis 1984 dauern sollte, bis das Statut des Luxemburgischen als Nationalsprache Gesetzeskraft erlangte. Die Luxemburger Linguistik und auch Robert Bruch, ihr moderner Begründer, hat sich schwer getan, dies nachzuvollziehen, weil ihnen das soziolinguistische Instrumentarium fehlte. Zu sehr waren die Luxemburger Intellektuellen und auch die öffentliche Meinung in dem im deutschen Reich herrschenden völkischen und sprachnationalistischen Diskurs ge-fangen, um die eigenen patriotischen Interessen in anderen Kategorien denken zu können. So wird z.B das Muttersprachenideologem 3)  von den Luxemburger Resistenzlern in aller Unschuld übernommen und dem mythischen Ursprung der deutschen Sprache wird ein noch älterer, also noch mystischerer entgegen gestellt: Ons Mammesprooch ass méi al, wéi de Preisen hiere Kaserequatsch! 4)   

J.-P. Hoffmanns Vorwurf (d'Land, 30.05.03), dass die Luxemburger Sprachwissenschaft sich nicht hinlänglich aus dem "Wissenschaftsgefüge der germanistischen Dialektologie" emanzipiert hat, verdient sicher eine eingehende Diskussion, doch wie man daraus den pauschalen Rundumschlag ableitet, die luxemburgische Sprachwissenschaft sei eine "willfährige Vollstreckungsgehilfin nationaler Machtinteressen" und habe einen "engstirnigen, von einer gehörigen narzisstischenr Megalomanie geprägten, nationalistisch-provinziellen Charakter", bleibt schleierhaft. Weshalb, bitte schön, sollte eine Auseinandersetzung mit sozial-politischen Determinanten in eine "wissenschaftliche Sackgasse" führen oder eine "faschistische Fragestellung" sein?

 

J.-P. Hoffmann fordert eine Wende: "den Einstieg in die kognitive Multilingualismus-Forschung", er will die Sprache "von ihrem eigentlichen Wesensgrund, dem Psychischen her" betrachten, um uns so "die Augen für das eigentliche Mysterium des Sprachlichen (zu) öffnen". Der Laie mag angesichts des wortgewaltigen Rundumschlages erstaunt sein, der Fachmann wird in den vorgetragenen Thesen eine alte Kontroverse wiedererkennen, die hier à la façon luxembourgeoise neuaufgetischt wird.

J.-P. Hoffmann argumentiert mit Noam Chomsky, dem Begründer der generativen Transformationsgrammatik, für den die Sprachkompetenz eine angeborene menschliche Fähigkeit ist. Diese in den Sechziger- und Siebzigerjahren heftig diskutierte These ist heute besonders auch durch ihre Verbindung mit neurolinguistischen Ansätzen zum vorherrschenden Paradigma besonders der angelsächsischen Linguistik geworden. Dadurch, dass Chomsky einen abstrakten idealisierten Sprecher und eine von geographischen und sozialen Differenzierungen befreite Sprachkompetenz ("an ideal speaker-listener, in a completely homogeneous speech community, who knows its language perfectly") in den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellt, verwandelt er die Sprache in eine Abstraktion. Ich maße es mir nicht an, über die Fruchtbarkeit dieses Ansatzes für die Linguistik zu urteilen, auch der Stellenwert der Fragestellung, worin das Sprachvermögen beim Menschen begründet ist und wo das Sprachzentrum im Gehirn lokalisiert ist, soll hier nicht diskutiert werden. Zu bedauern gilt es allerdings, dass dieser empiriefeindliche und die Sprachgeschichte verleugnende Ansatz alles, was nicht in sein enges Schema der Erlernung grammatikalischer Strukturen hineinpasst, als nicht-wissenschaftlich abtut. So auch J.-P. Hoffmann in seinem Land-Artikel. Dieser Ausgrenzungsversuch hat nicht verhindert, dass die Soziolinguistik sich international weiterentwickelt hat, sie hat aber zu einer unfruchtbaren Abkapselung verschiedener Schulen beigetragen. Dabei zeichnet Wissenschaft sich vor allem, und dies gilt auch in Sprach- und Sozialwissenschaften, durch ihre empirische Überprüfbarkeit aus. Verzichtet man auf diese, schlittert man in eine postmoderne Beliebigkeit, die besonders in akademischen Kreisen der Vereinigten Staaten verbreitet ist. 5) 

Auch wenn Chomsky-Schüler es nicht gerne hören, stehen sie auf der gleichen Seite, wie der Sausurre'sche Strukturalismus, und die eigentliche Trennlinie verläuft zwischen diesen Ansätzen, die eine rein interne Erklärung der Sprache anstreben, und denjenigen, die eine externe zulassen oder dieser eine zentrale Stellung einräumen. 

Ohne uns lange mit dem ohnehin sehr eklektischen theoretischen Bezugsrahmen von J.-P. Hoffmanns verschiedenen Arbeiten auseinander zu setzen, wollen wir einige seiner Ergebnisse mit der Fragestellung analysieren, ob es ihm gelungen ist, einen Beitrag zur Erhellung der realen Sprachensituation Luxemburgs zu präsentieren. Dabei greifen wir auf drei Texte zurück, ohne sie in diesem Rahmen eingehend besprechen zu können und ohne zu fragen, ob es einen Zusammenhang oder Widersprüche zwischen ihnen gibt. 6)

 

Die Geburt einer Nation

 

Sprachstrukturen entstehen nicht nur durch die Gesellschaft, wie einleitend betont, sie formen auch ihrerseits die Gesellschaft. J.-P. Hoffmann jedoch sieht diese wechselseitige Beziehung nicht in ihrer Dialektik, sondern er überhöht die Sprache zu einer realitätsstiftenden Instanz und folgt damit den postmodernen Denkern, für die Gesellschaft durch die Sprache gesprochen wird. In seinem Vortrag mit dem programmatischen Titel Die Geburt einer Nation durch die Sprache, Unbewusstes und Sprachkunstwerk in ihrer Bedeutung für kollektive psychodynamische Prozesse entwickelt J.-P. Hoffmann eine aberwitzige Theorie, indem er das "ontogenetisch-psychodynamische Sprachentwick-lungsmodell vom biologischen Körper des Individuums auf den gesellschaftlichen Körper des Kollektivs" überträgt. Der Versuch, Nationen, Völker, Stämme zu personalisieren, ist in den Augen der modernen Geschichtsschreibung unzulässig. Doch J.-P. Hoffmann ist kein Historiker und unter Berufung auf den surrealistischen Dichter Ducasse/Lautréamont und auf "die führenden Köpfe des französischen Neostrukturalismus in Philosophie, Psychoanalyse und Linguistik, unter ihnen auch Jacques Lacan und Julia Kristeva" beschreibt er die Geschichte des zu einem "gesellschaftlichen Körper", einem "Phylon" hochstilisierten Luxemburg folgendermaßen: In seiner frühkindlichen Spracherwerbsphase hat dieses "Luxemburg" eine Ablösung von der germanischen Mutter erfahren, weil es auf seiner Wanderschaft durch das Pariser Becken (der salisch-fränkische Kreislauf, auf den wir weiter unten zurückkommen werden) lateinische Einflüsse mitgebracht und sich dadurch eine eigene Sprache angeeignet hat. Nach einer Latenzperiode von über einem Jahrtausend kommen die "semiotischen Triebreste" in poetischen Ergüssen zum Ausdruck. In dieser Abhandlung wird das Mittelalter als kindliche Phase in der Entwick-lung Luxemburgs interpretiert und dessen Pubertät ins 19. Jahrhundert verortet.

Demnach erschafft die Sprache die Nation. Diese im Titel von J.-P. Hoffmans Vortrag bereits vorweggenommene Schlussfolgerung steht im Widerspruch zu der gesamten neueren luxemburgischen Geschichtsschreibung, die von Gilbert Trausch in die griffige Formel "De l'État à la nation" gebracht wurde. Doch auch wenn diese historische Tatsache im wissenschaftlichen Feld unumstößlich ist, so hat es immer wieder Versuche gegeben, dem historisch gewachsenen Luxemburger Staat eine ahistorische Begründung zu geben, sei es durch den Rückgriff auf eine Luxemburger Rasse, der sich heute nur noch in einer sehr euphemisierten Form in der Beschwörung einer Luxemburger Seele 7) wiederfindet, sei es, wie bei J.-P. Hoffmann, durch eine Rückprojektion der Luxemburger Sprache, die als wesensstiftend angesehen wird. Mag die Methode auch verschieden sein, der Zweck ist immer derselbe. Es geht darum eine nationale Essenz auszumachen, eine wesenhafte Begründung, die das Gewachsene als gegeben und damit als unveränderbar hinstellt. 

J.-P. Hoffmanns Hauptergebnis, die angebliche Geburt der Luxemburger Nation, was immer dieser Begriff auch bezeichnen mag, durch die Sprache ist einfach falsch. Mit der Geschichtsforschung ist die Luxemburger Linguistik sich einig, dass das Luxemburgische sich erst langsam in einem über hundertjährigen Prozess von der deutschen Mundart "von ‚onst Däitsch' zu ‚eis Sprooch' " (Goetzinger 2000) emanzipiert hat. Es reicht nicht, die Fachkollegen zu beschimpfen oder auf nebulöse Abstrakta auszuweichen, man muss sich den konkreten Ereignissen stellen. Doch was dabei herauskommt, zeigt ein weiterer Text.

 

Elisa Rodange lehrt ihren Vater die Muttersprache

 

In einer 1998 gehalten Konferenz versucht J.-P. Hoffmann sich in einer Psychobiographie des Luxemburger Nationalpoeten Michel Rodange. Weshalb Rodange, der lange Zeit epigonale deutsche Gedichte geschrieben hat, anfängt, luxemburgisch zu reimen, will J.-P. Hoffmann aus dessen Beziehung zu seiner Mutter und seiner Tochter Elisa erklären 8). Auf J.-P. Hoffmanns mühsame Abhandlung, die eine Vielzahl methodischer Ansätze und Autoren bemüht (Freuds Studien über die Hysterie, C. G. Jungs Archetypen, die Entwicklungs-psychologie und die narrative Psychologie, Traumdeutung und Schlafforschung. "Eigentlich müsste man eine Art wissenschaftlicher Zehnkämpfer sein," schreibt J.-P. Hoffmann nicht unbescheiden), kann in diesem Zusammenhang nicht eingegangen werden. Lediglich zwei Bemerkungen seien erlaubt. Erstens läuft die ganze Argumentation um den Parallelismus zwischen Rodanges Wechseln der literarischen Schriftsprache und dem Spracherwerb seiner Tochter Elise ins Leere, da abgesehen von den zwei kurzen Gedichten in Luxemburger Sprache des Jahres 1857, in dem J.-P. Hoffmann die doppelte Sprach- und Identitätskrise von Vater und Tochter Elisa ausmacht, der Dichter noch während zehn Jahren weiter hochdeutsch schreiben wird.

Zweitens: Der eigentliche Sinn der nur schwer nachvollziehbaren und teilweise mit den Haaren herbeigezogenen Interpretationen J.-P. Hoffmanns ist die Denegation (d.h. die Verneinung von offensichtlichen Tatsachen) einer durch die gesamte Rodangeforschung gesicherten Erkenntnis, die J.-P. Hoffmann hier leugnen will, weil sie seiner Sprachtheorie zutiefst zuwiderläuft: Rodanges persönlicher Lebensweg ist eng verbunden mit der Geschichte des jungen Luxemburger Staates und sein Werk erhält seine Bedeutung auch nur aus dieser.

 

Bruchs Erbe

 

Man könnte die hier vorgestellten Texte als privates Spinnertum abtun, würde J.-P. Hoffmann sich nicht mit scheinbarem Erfolg bemühen, als Robert Bruchs geistiger Erbe aufzutreten. So stammen die folgenden Aussagen aus einer Rede zu Bruchs 80. Geburtstag, die im Beisein der Kulturministerin vorgetragen wurden. 

Es geht um die Interpretation der von Bruch aufgestellten "salisch-fränkischen Kreislauftheorie". Gerald Newton 9) nennt diese leicht aus Bruchs Stellung innerhalb des Feldes der deutschen Nachkriegsdialektologie erklärbare Theorie "thoroughly controversial". J.-P. Hoffmann gräbt sie wieder aus, um sie in einer von ihrem Erfinder nicht intendierten Weise zu einer mythischen Begründung 10)  einer "Luxemburger Identität" durch einen kollektiven Spracherwerb hochzustilisieren: Die (Völker)wanderung der salischen Franken bezeichnet J.-P. Hoffmann als "archaeschen Eruewerungszuch (...), un deem séngem Enn dën Ufank vun der Eenzegartegkeet an Onverwiesselbarkeet vun dër Lëtzebuerger Sprooch steet", und fügt hinzu: "Him (Bruch) ass ët gelongen, dër Lëtzebuerger Identitéit mat Hëllef vun dër Sprooch esou eppes ewéi e Faradayesche Käfeg ze konstruéieren. Eng ‚cage de Faraday', déi no alle Säiten hin opp ass, a nawell dee bescht méigleche Schutz vru friemer Blëtzer bitt."

Die Land-Redaktion muss sich auch die Frage gefallen lassen, weshalb sie J.-P. Hoffmans Generalattacke mit ihren pauschalen, verbalen Anrempelungen abdruckt. Dies gilt auch für andere Artikel dieses Autors im Land. Das Summum wurde bislang in einer Polemik mit Lex Roth erreicht 11), in denen Mitbürger, die als einzige Sprache das Luxemburgische perfekt beherrschen als linguistisch Behinderte, Einäugige und Einarmige beschimpft wurden. Menschen, die auf Grund ihrer Lebensumstände eine gewisse Schulleistung nicht erbringen, werden also als von der Natur benachteiligt hingestellt, dies entspricht einer Naturalisierung der sprachlichen Kompetenz.

 

 

Dieser bekannte Ausspruch, den wir hier in seiner dem jiddischen Linguisten Max Weinreich zugesprochenen Form zitieren 12), hat den Vorteil, dass er komplexe soziolinguistische Sachverhalte auf den Punkt bringt: Das Luxemburgische ist eine Sprache, weil es innerhalb der Luxemburger Gesellschaft die Funktionen einer Sprache erfüllt. Punkt. Es gibt kein "eigentliches Mysterium der Sprache", genauso wie es eine "eigentliche" Luxemburger Identität nicht gibt. Letzteres soll nicht heißen, dass die Menschen, ob als Einzelne oder als Gruppe, keine Identität brauchen oder suchen. Die Untersuchung des gesellschaftlichen Konstruktionsprozesses dieser Identität kann sehr wohl ein Gegenstand der Wissenschaft sein, aber die Identität ist als wissenschaftliche Kategorie wenig brauchbar 13). Auf dieser Basis aufbauend, können die eigentlichen wissenschaftlichen Fragestellungen definiert werden: Welches sind die Funktionen einer Sprache? 

Wie, wann hat das Luxemburgische einzelne davon übernommen? Welche bleiben ihm noch vorenthalten? Wann werden Luxemburger auf Luxemburgisch Lesen und schreiben lernen? Wie sieht die "legitime Sprachkompetenz" (P. Bourdieu) heute aus? Dass diese eine mehrsprachige ist, dürfte klar sein. Doch wie hat die Gewichtung der einzelnen Sprachen sich im Verlauf der kurzen Geschichte Luxemburgs verändert? Welche gesellschaftlichen Kräfte haben ein Interesse, das Luxemburgische, welch andere, die Mehrsprachigkeit in den Vordergrund zu stellen? Welche Rolle spielen Sprachpurismus und Sprachnationalismus? Wer ist deren Träger? 

Nach Albert Memmi war es die koloniale Situation, die die kolonialistische Ideologie hervorgebracht hat. Auf dem Luxemburger Arbeitsmarkt ist es heute eine spezifische Sprachkompetenz, die Beherrschung der "trois langues usuelles du pays", die den Zugang zu vielen gutbezahlten und sicheren Stellen nicht nur des öffentlichen Dienstes regelt. Diese Situation verlangt geradezu nach einer Legitimation. Die Luxemburger Linguistik kann sich der Versuchung, diese - teils ungewollt - zu liefern, nur entziehen, wenn sie historische und soziolinguistische Erkenntnisse ins Zentrum ihrer Überlegung stellt und diese nicht, wie J.-P. Hoffmann im Anschluss an Chomsky, als common sense Larifari abtut.

 

 

1) Zitiert nach Laurent Mucchieli, La découverte du social, La découverte, Paris 1998, S. 371

2) Andreas Gardt (Hrsg.), Nation und Sprache - Die Diskussion ihres Verhältnisses in Geschichte und Gegenwart, de Gruyter, Berlin, New York 2000 Daniel Baggioni, Langues et nations en Europe, Payot, Paris 1997

3) Claus Ahlzweig: Muttersprache - Vaterland. Die deutsche Nation und ihre Sprache, Westdeutscher Verlag, Opladen 1994

4) Nach einem Flugblatt zitiert in: Gilbert Trausch, L'enjeu du referendum du 10 octobre 1941: l'identité luxembourgeoise, in: Gilbert Trausch, Un passé resté vivant : mélanges d'histoire luxembourgeoise, Lions Club Luxembourg Doyen, Impr. Saint-Paul, Luxembourg, 1995, S. 252

5) Um diesen Abschnitt zu schreiben habe ich mein altes Lehrbuch (Frithjof Hager, Hartmut Haberland, Rainer Paris, Soziologie + Linguistik, J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1973) vom Speicher geholt. Schneller und ohne Staubwedel geht es im Internet, z. B. über zwei Seiten mit den programmatischen Namen: Counter Chomsky und Beyond Chomsky.

6) Die drei besprochenen Texte:

Jean-Paul Hoffmann, "(...) Doch meiner Seele tiefe Qualen verschweige mein Gedicht (...)" Michel Rodange (1827 - 1876), Skizze fir eng Psychobiographie, Bulletin linguistique et ethnologique - Institut grand-ducal Section de linguistique, de folklore et de toponymie, Fasc. 29 (2000), p. 32-50 

Jean-Paul Hoffmann, Die Geburt einer Nation durch die Sprache: Unbewusstes und Sprachkunstwerk in ihrer Bedeutung für kollektive psychodynamische Prozesse, Bulletin linguistique et ethnologique - Institut grand-ducal Section de linguistique, de folklore et de toponymie. Fasc. 27 (1998), p. 12-21 

Jean-Paul Hoffmann, "similia similibus curantur", Laudatio op de Robert Bruch bei Geleënheet vu séngem 80. Gebuertsdag

7) Fernand Fehlen, La race luxembourgeoise, Le libéral Nicolas Ries et ses épigones conservateurs, forum 168, 1996

8) "Mam Dichten op Lëtzebuergesch fängt de Rodange un, den Ambivalenzkoflikt mat sénger Mamm, deen duerch d'Materliewe vum Elisa sénger Entwecklung erëm aktiv gëtt, am psychanalytesche Sënn auszeagéieren. (...) D'Meedercher hun di ugebuer Fähegkeet, hire Pappen d'Mammesproch bäizebréngen."

9) Gerald Newton (Ed), Luxembourg and Lëtzebuergesch, Language and Communication at the Crossroads of Europe. Oxford, 1996Clarendon Press S. 51

10) "Dëm Robert Bruch séng Geschicht vum Lëtzebuergeschen ass am Laf vun de Jorzéngten zu engem regelrechte Mythos ginn. Dëm Grënnungsmythos vun der sproochlecher Identitéit als däer eegentlecher Basis vun deem, wat ët heescht, Lëtzebuerger ze sinn"

11) Jean-Paul Hoffmann, Viva la muerte! A propos de controverses récentes sur le luxembourgeois, d'Land 26.1.2001: "Les 'cures' qu'ils (les puristes) ne cessent d'infliger à la langue luxembourgeoise, font office d'actes de violence compensatoire en réaction à une vie linguistiquement mal vécue. Car la violence compensatoire est toujours celle du 'borgne' ou du 'manchot' linguistique, se sentant incapable de s'exprimer pleinement dans une langue autre que le luxembourgeois."

12) Language in Society 26:3 (1997), S.469

13) Brubaker, R. and Cooper, F. (2000) Beyond 'identity', Theory and Society Vol 29 pp: 1-47. Namen wie Hobsbawm und Gellner stehen in der Geschichtswissenschaft für diesen Ansatz.

 

 

 

Fernand Fehlen
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