Bildung

Rettende Hilfslehrer

d'Lëtzebuerger Land vom 13.04.2012

Bis Ende 2012 soll die erste Zwischenbilanz der Grundschulreform vorliegen. Das hatte Unterrichtsministerin Mady Delvaux-Stehres (LSAP) zuletzt in einem Hintergrundgespräch vor Journalisten vor zwei Wochen be-stätigt. Land-Informationen zufolge wird die Uni Luxemburg unter Leitung von Professor Daniel Tröhler in diesem Kontext eine Befragung der Lehrer und Eltern vornehmen. Eine Nach[-]frage des Land blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet: Der Bildungswissenschaftler weilt derzeit in Kanada, um offenbar einen Preis für eine seiner bildungshistorischen Publikationen entgegenzunehmen.

1 884 Aushilfslehrer arbeiten seit dem 1. Januar 2012 im Luxemburger Schulwesen, davon hat das Gros, nämlich 1 009, einen befristeten Arbeitsvertrag (Foto: Martin Linster). Rund die Hälfte wird nach Stunden bezahlt und wiederum mehr als die Hälfte (1 145) arbeitet schon seit über 15 Jahren als Lehrbeauftragte. So steht es in einer Antwort von Unterrichtsministerin Mady Delvaux-Stehres auf die Anfrage des Abgeordneten Serge Urbany von Déi Lénk. Was die Bedeutung der Hilfslehrer für die Funktionstüchtigkeit des Luxemburger Schulsystems noch einmal mit Zahlen unterstreicht.

Ines Kurschat
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