Brexit im Lëtzebuerger Land

Gäste in einem englischen Pub in Luxemburg schauen sich ein Fußballspiel an
Photo: Sven Becker
Actualité du 22.03.2019 16:14

Gäste des Britannia Pub in Clausen schauen sich ein Fußballspiel an. Die Frage, ob der Brexit verschoben wird, dominierte den EU-Gipfel diese Woche. Am Ende stimmten am Donnerstag die 27 EU-Staaten nach stundenlangen Debatten zu, das Austrittsdatum für Großbritannien vom 29. März auf den 22. Mai zu verlegen, sofern die britische Premierministerin Theresa May nächste Woche im Parlement eine Mehrheit für ihren Austrittsplan findet. Das wäre der dritte Anlauf, nachdem eine große Mehrheit der Abgeordneten den Plan schon zweimal verworfen hat. Endet auch die dritte Abstimmung so, wird der Austritt nur bis zum 12. April vertagt. Allerdings könnte Großbritannien auch entscheiden, länger in der EU zu bleiben, falls es für eine Entscheidung mehr Zeit zu benötigen meint. Dann aber müssten auch im Vereinigten Königreich am 26. Mai Europawahlen abgehalten werden - was Therea May nach dem EU-Gipfel "absurd" nannte.

Lesen Sie im Online-Archiv des Lëtzebuerger Land über den Brexit. Eine Analyse über die Frage, warum das Referendum am 23. Juni 2016 mit einer Mehrheit für den Austritt aus der EU endete. Wie das Resultat in Deutschland, in Frankreich und in Luxemburg aufgenommen wurde – von der Regierung, aber auch von den in Luxemburg lebenden Briten.

Lesen Sie auch über die jüngere Brexit-Geschichte: wie die EU sich im November auf ein Austrittsabkommen mit Großbritannien einigte; wie sich schon kurz darauf die Spaltung der britischen Politik intensivierte und wie Therea May im Januar ein erstes Mal grandios im Parlament scheiterte.

Peter Feist
© 2019 d’Lëtzebuerger Land