Ungerechte "Aktivierung"

Lebensniveau
Foto: Patrick Galbats

Während ihrer Vollversammlung am Mittwoch gab die Salariatskammer ein deutlich negatives Gutachten zum Gesetzentwurf über die Reform des garantierten Mindesteinkommens (RMG) ab. Denn das neue Prinzip der „Aktivierung“ und Immunisierung von Einkommensteilen führe zu neuen Ungerechtigkeiten. Die Berufskammer rechnet beispielsweise vor, dass nach den geplanten Regeln eine alleinerziehende Mindestlohnbezieherin am Monatsende keinen Euro mehr hat, wenn sie von Teilzeit- zu Vollzeitarbeit wechselt. Ein alleinstehender Mindestlohnbezieher, der teilzeit arbeitet, verlöre durch den Revis sogar 170 Euro im Monat.

Romain Hilgert
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