Psychotherapie von der Kasse

Photo: Patrick Galbats

Im Herbst wird die Rückerstattung von Psychotherapieleistungen durch die CNS konkreter. Vorgesehen ist sie seit der Verabschiedung des Psychotherapeutengesetzes vor zwei Jahren. Doch erst Anfang dieses Jahres bildete sich ein Dachverband von Psychotherapeutenvereinigungen, der Fapsylux heißt und für den Beruf insgesamt repräsentativ sein will. Kontakt mit der CNS, um über eine Konventionierung aller Psychotherapeuten und über eine Psychotherapie-Gebührenordnung zu verhandeln, hat die Fapsylux schon aufgenommen. Die CNS will bis September prüfen, ob sich noch andere Akteure melden und für sich Repräsentativität reklamieren. Ist diese Frage geklärt, dürften sich die anschließenden Verhandlungen stark um die Frage drehen, wie ein "trouble mental" diagnostiziert wird. Laut Psychotherapeutengesetz soll nur in solchen Fällen die Kasse zahlen. Um zu hohe Ausgaben zu vermeiden, hält die CNS bisher noch ehe die Verhandlungen begonnen haben darauf, dass Psychotherapie ärztlich verschrieben werden soll.

Peter Feist
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