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Politique / Gouvernement
Nachrichtendienst-Reform
Nicht Charlie
Romain Hilgert
Édition: 26.06.2015
Der Staatsrat rang sich diese Woche ein zweites Gutachten zur Reform des Nachrichtendienstes ab. Sein erstes Gutachten hatte im Dezember vergangenen Jahres wie eine Bombe eingeschlagen. Die Regierung, von Premierminister Xavier Bettel (DP) abwärts, hatte sich hinter vorgehaltener Hand entrüstet …
Die Regierung nach dem Referenbum vom 7. Juni
War‘s das?
Romain Hilgert
Édition: 12.06.2015
Die Szene wirkte gespenstisch: Nach dem Referendum saßen sich die Parteivertreter am Sonntagabend im Fernsehen gegenüber. CSV-Fraktionssprecher Claude Wiseler wirkte gewandt und staatsmännisch, wie es eben so die Art von CSV-Staatsministern ist. Ein zerknirschter Regierungschef Xavier Bettel, der …
Herr Spautz will dem Wählerwillen nicht gehorchen
Herr Bettel will nicht zurücktreten
Romain Hilgert
Édition: 29.05.2015
Ganz gleich, wie das Referendum ausgehen wird, eines scheint sicher: Am Abend des 7. Juni will niemand Konsequenzen daraus ziehen, wenn er von den Wählern desavouiert wurde. Die Regierung und die Mehrheitsparteien erklärten sich zwar bereit, die von den Wählern getroffenen Mehrheitsbeschlüsse …
Die Unternehmer boten den Beschäftigten eine Allianz für das Ausländerwahlrecht an. Sogar die CSV unterstützte sie. Dann stürzte die Regierung, als Ausweg blieb ein Referendum
Historische Chance
Romain Hilgert
Édition: 29.05.2015
Als Vorsitzender einer schwer zu überblickenden Reihe von Firmen in den Bereichen der Vermögensverwaltung, Anlagenberatung und Internetwirtschaft ist Norbert Becker einer der zeitgenössischen Helden des Luxemburger Kapitalismus. Doch statt sich als Abenteurer des globalisierten Wettkampfs zu …
Luxemburg soll mit Hilfe des BND vom US-Geheimdienst ausgespäht worden sein. Nun verlangt die Regierung Antworten aus Berlin. Und im eigenen Land?
Die Schuld der Anderen
Ines Kurschat
Édition: 22.05.2015
Es sei nur „die Spitze des Eisbergs“, da ist sich Christian Kmiotek sicher. Am Dienstag war der Parteipräsident von Déi Gréng nach Berlin gereist, um auf einer gemeinsam mit Kollegen aus Österreich und Deutschland veranstalteten Pressekonferenz Journalisten über jüngste Entwicklungen in der …
Wenn eine Regierung hohe Beamte loszuwerden versucht
Heroischer Reformversuch
Romain Hilgert
Édition: 22.05.2015
Kurz nach ihrem Amtsantritt hatte sich die Regierung einen feinen Spaß daraus gemacht, sich in aller Form beim von CSV-Minister Jean-Louis Schiltz abgesetzten und vom Verwaltungsgericht wieder eingesetzten Generalstabschef für das ihm widerfahrene Unrecht der Amtsenthebung zu entschuldigen. Doch …
"Ein für Luxemburg neues Gebiet"
Politische Bildung im Zentrum
Romain Hilgert
Édition: 15.05.2015
Ein wenig war es in den Diskussionen über die Erklärung zur Lage der Nation untergegangen, die Premierminister Xavier Bettel vergangene Woche im Parlament verlas: Die Regierung plant, der Nation ein „Zentrum für politische Bildung“ zu schenken, das auch in Sparzeiten „die nötigen finanziellen und …
Der Premier beschwor in seiner Erklärung zur Lage der Nation 25 Mal die Zukunft, er wusste bloß nicht, wie sie aussehen soll
Werbesprech, kurz und knapp
Romain Hilgert
Édition: 08.05.2015
Als der député-maire, Seeräuber und Sklavenhändler Sir Francis Drake sich mit einem etwas mulmigen Gefühl anschickte, entlang der Pazifikküste Südamerikas zu segeln, schrieb er ein berühmtes Gebet. Es liest sich etwa so wie die Erklärung zur Lage der Nation, die Premier Xavier Bettel am Dienstag …
Die Regierung steht unter Druck, der politische Ton wird rauer – nun wird auch noch die freie Meinungsäußerung attackiert
Ja zur Freiheit
Ines Kurschat
Édition: 03.04.2015
Zahlreich waren sie erschienen: Politiker, Journalisten, Beamte, Bürger, um für die Meinungsfreiheit zu demonstrieren. Einige waren sprachlos, manch einer weinte. Alle waren sich einig: Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Das war am 8. Januar, einen Tag zuvor hatten …
Kleine Regierungsumbildung
Der eiserne Besen
Romain Hilgert
Édition: 03.04.2015
Premier Xavier Bettel hatte sich am Freitag während des Pressebriefings nach der Kabinettsitzung 20 Minuten Zeit gelassen, um möglichst beiläufig eine diskrete Regierungsumbildung anzukündigen, die zweite, seit DP-Staatssekretär André Bauler vor einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen sein Amt …
Vermittlung zwischen Staat und Bürgern
Corps intermédiaires
Romain Hilgert
Édition: 27.03.2015
Zu den Herrschaftstechniken der vor anderthalb Jahren angetretenen ökosozialliberalen Koalition gehört der Versuch, Berufsorganisationen und Verbände, die Tripartite, verschiedene Institutionen und Verwaltungsstrukturen sowie die Presse mehr oder weniger diskret zu umgehen. So weit wie möglich …
Die Parteien zum Referendum
Linkes Ja, rechtes Nein
Romain Hilgert
Édition: 20.02.2015
Zum Wesen einer Volksbefragung gehört, dass sie ausnahmsweise den repräsentativen Parlamentarismus übergeht und die Wähler direkt um ihre Meinung fragt. Aber weil die Parteien die gesellschaftlichen Interessen bündeln und vermitteln, kommen sie nicht daran vorbei, Stellung zu den Themen des …
Nach der Streichung einer Frage über die Finanzierung der Priestergehälter soll sich beim Referendum vom 7. Juni alles nur noch um das Eine drehen
Dreibeiniger Hund im CSV-Staat
Romain Hilgert
Édition: 20.02.2015
Am nächsten Dienstag soll das Parlament die Organisation eines Referendums „im Zusammenhang mit der Ausarbeitung einer neuen Verfassung“ zum Gesetz machen. Nach dem Abkommen der Regierung mit verschiedenen Glaubensgemeinschaften über die Priestergehälter, den Religionsunterricht und die …
Die neue Transparenz der DP-LSAP-Grünen-Regierung ist so durchsichtig geraten – man sieht sie kaum
(K)ein Märchenwald
Ines Kurschat
Édition: 13.02.2015
„Mir hunn eng Pflicht vun Transparenz an deen Verbatim soll public gemaach gin“, hatte sich der damalige Abgeordnete Xavier Bettel (DP) in fetten Großbuchstaben auf Twitter empört. Der Tweet erfolgte im Juni 2013 auf dem Höhepunkt der Geheimdienstaffäre. Das Versprechen von mehr Transparenz sollte …
Die Regierung, ihre Vorgängerin und der Artuso-Bericht
Das Schloss retten
Romain Hilgert
Édition: 13.02.2015
Als Premier Xavier Bettel (DP) am Dienstag den Historiker Vincent Artuso dessen Bericht über die Mitverantwortung staatlicher Institutionen bei der Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg vorstellen ließ, versprach er: „Ich bin bereit, die Verantwortung, die zu übernehmen ist, auch zu übernehmen.“ …
Comment la majorité libérale a fait pression sur la droite catholique avec le référendum pour obtenir un accord qu’elle juge historique
Miraculés
josée hansen
Édition: 23.01.2015
Soudain, tout est allé très vite. Lundi, une semaine après que les représentants du gouvernement Bettel/Schneider/Braz avaient trouvé un accord de principe avec les représentants des six cultes religieux reconnus au Luxembourg, sur une nouvelle convention impliquant une plus grande séparation …
Abkommen Regierung-UEL über den Zukunftspak
Einkaufslisten
Romain Hilgert
Édition: 16.01.2015
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (CSV), dem es sicher nicht an Sinn für Humor mangelt, dürfte gelacht haben, als er von dem Abkommen erfuhr, das seine Nachfolger in der Regierung am Mittwoch mit dem Unternehmerdachverband unterzeichneten. Denn sie, die angetreten waren, alles anders zu …
Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo
Märtyrer
Romain Hilgert
Édition: 16.01.2015
Proselytische Gemeinschaften pflegen die Überlegenheit ihres Glaubens damit zu demonstrieren, dass dessen Anhänger sogar bereit sind, dafür zu sterben. Allerdings überlassen die oberen Schichten proselytischer Gesellschaften den Märtyrertod ihren subalternen und Randgruppen, selbst zum Preis, dass …
Reform des Nachrichtendienstes
Die Fehler der Vergangenheit
Romain Hilgert
Édition: 09.01.2015
Die liberale Modernisiererkoalition aus DP, LSAP und Grünen, die mit dem CSV-Staat aufräumen will, ist zuerst einmal das Kind dessen Nachrichtendienstes. Denn es war der bei seiner gescheiterten Privatisierung hysterisch gewordene Geheimdienst, der gegen CSV-Premierminister Jean-Claude Juncker als …
Luxemburg, Palästina und Israel
Ausgerutscht auf dem diplomatischen Parkett
Romain Hilgert
Édition: 19.12.2014
Auf einen kleinen historischen Augenblick hatte sich das Parlament am Mittwoch vorbereitet, als es sich unter allerlei Vorbehalten dafür aussprechen wollte, dass Luxemburg – nach 135 anderen Ländern – den Staat Palästina diplomatisch anerkennen sollte. Aber der historische Augenblick versank dann …
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