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Politik / Institutionen
Die Staatsmacht beruht in der Nation
Nationalfeiertag
Romain Hilgert
Ausgabe: 19.06.2015
Vergangenes Jahr stand der Nationalfeiertag im Zeichen der liberalen Regierungskoalition. Sie wollte ein halbes Jahr nach ihrem Antritt mit der versprochenen Trennung von Kirche und Staat Ernst machen und ließ im Neuen Theater eine laizistische Konkurrenzveranstaltung zum traditionellen Te Deum …
In den Foren feiert die Deutsche Romantik fröhliche Urständ
Der Intellektuelle als Feindbild
Reiner Hesse
Ausgabe: 12.06.2015
Die luxemburgischen Parteien hielten sich im Vorfeld des Referendums vornehm zurück. Politische Beobachter stellten eine gewisse Lustlosigkeit fest und bemängelten, dass die Ja-Kampagne wohl zu spät und zu blutleer angefahren wurde. Auf der anderen Seite bildete sich unter der Leitung von Fred …
Dimanche après-midi, Café Pacha
Les orgueilleux
Bernard Thomas
Ausgabe: 12.06.2015
« Laura Zuccoli – shalalalala ! Laura Zuccoli – shaalaalalalaa ! », c’était le chant entonné en chœur par une dizaine de supporteurs du « non » ce dimanche après-midi au Café Pacha à Merl. Les initiateurs de la page Facebook Nee2015.lu avaient invité leurs 6 647 followers virtuels à se rassembler …
Die Regierung tut, als sei nichts passiert, die CSV entdeckt die Opposition neu und das Unternehmerlager fürchtet um seine Interessen
Nach einer Runde Freibier
Peter Feist
Ausgabe: 12.06.2015
Einer der ersten, die sich am Sonntag öffentlich zum Referendumsergebnis äußerten, war Michel Wolter. „Wenn Herr Bettel Ehrgefühl hat und den Willen des Volkes respektiert, bietet er noch heute Abend seinen persönlichen Rücktritt an“, twitterte der Käerjenger député-maire und frühere …
Nichts als Nein
Das Desaster
Romain Hilgert
Ausgabe: 12.06.2015
Als die Endergebnisse der Volksbefragung am Sonntagabend gerade zwei Stunden alt waren, warf CSV-Fraktionssprecher Claude Wiseler der Regierung vor, mit dem Referendum „die Gesellschaft gespalten“ zu haben. Parteipräsident Marc Spautz machte nach der Sitzung des CSV-Nationalvorstands am Montag die …
À la recherche d’une première clef du référendum
Les citoyens libérés de la « parole politique »
Philippe Poirier
Ausgabe: 12.06.2015
Les Luxembourgeois ont choisi très clairement de maintenir le lien entre la nationalité et la citoyenneté. Au-delà du respect à avoir de la sanction populaire et du travail parlementaire à venir dont le caractère moral et efficient ne saurait être séparé, le référendum du 7 juin montre ô combien …
Comment continuer sur la voie de l’intégration politique des 45 pour cent d’étrangers après que 78 pour cent des Luxembourgeois aient refusé de leur ouvrir l’accès au droit de vote ?
Crispation identitaire
josée hansen
Ausgabe: 12.06.2015
Chaque grand débat sociopolitique a ses mots, ses termes marquants, qui le structurent. Parfois, on ignore d’où ils sortent soudain, pourquoi ils sont là, mais ils se gravent dans la mémoire en rapport avec un événement. Les deux mots du référendum de dimanche furent « brader » et « diviser » : …
Drei Fragen sind nicht genug
Verfassungsrang für Hunde und Katzen
Romain Hilgert
Ausgabe: 05.06.2015
Nicht jeder Luxemburger ist offenbar bereit, politische Rechte mit Nicht-Luxemburgern zu teilen. Aber dafür gibt es deren genug, die kurz davor zu stehen scheinen, das Wahlrecht für Hunde und Katzen zu verlangen.
Das Referendum am Sonntag soll über drei Fragen zum legislativen Ausländerwahlrecht, …
Sind Sie bereit, etwas von dem aus dem 19. Jahrhundert stammenden romantischen Traum und Alptraum von Nation, Volk und Sprache zu opfern, um weiter an der Globalisierung zu verdienen? � Ja � Nein
2005/2015
Romain Hilgert
Ausgabe: 05.06.2015
Wenn am nächsten Sonntag die Wähler aufgerufen sind, an einem Referendum über drei Punkte einer möglichen Verfassungsrevision teilzunehmen, sind sie bewusst oder unbewusst aufgerufen, das Referendum von vor zehn Jahren über den Europäischen Verfassungsvertrag zu wiederholen. Zumindest was die …
À la recherche d’un nouveau pacte constitutionnel
La Nation civique incarnée
Philippe Poirier
Ausgabe: 05.06.2015
Les résultats du référendum du 7 juin n’y changeront rien. Le Luxembourg, comme tous les autres États de l’Union européenne, est obligé de redéfinir la légitimité et le contrôle de la décision en politique en raison notamment des nouveaux effets de conventionalité des Traités internationaux, de la …
Über ausländische Einwohner wird im Zusammenhang des Referendums viel und heftig debattiert, seltener dagegen mit ihnen
Gekommen, um zu bleiben
Ines Kurschat
Ausgabe: 29.05.2015
„Nein, vom Referendum habe ich nichts mitbekommen“, sagt Jennie G. entschuldigend hinter der Ladentheke. Die junge Frau ist Verkäuferin im „Scanshop“ in Neudorf und seit drei Jahren in Luxemburg. Eine Meinung zur Volksabstimmung am 7. Juni hat sie dennoch: „Es wäre toll, wenn Einwohner, die länger …
Temporalité du futur ministre : 2 x 5 ans, press pause. La reproduction des élites politiques dans un micro-État
Cercle brisé
Bernard Thomas
Ausgabe: 29.05.2015
L’effacement des hommes d’État, qui, avec dignitas, pietas et gravitas, avaient mené le Luxembourg pendant trente ans, déclencha un sentiment de frayeur parmi le peuple. Le gouvernement était composé de vieillards et le jeu politique semblait sclérosé, épuisé. L’année n’est ni 2013, ni 1974, mais …
Der Einheits-Wahlkreis bei Parlamentswahlen: mehr Problem als Lösung?
Das hochgeschätzte Panaschieren
Marc Thiltgen
Ausgabe: 29.05.2015
In seinem am 24. April im Lëtzebuerger Land erschienenen Artikel „Wählerwille gegen Parteiinteressen“ berichtet Romain Hilgert, dass die Wahlbevölkerung Luxemburgs einen einzigen Wahlbezirk befürworte. Ihm zufolge „gab es nur einen Weg, um einen einheitlichen Wahlbezirk zu verhindern und den viel …
Herr Spautz will dem Wählerwillen nicht gehorchen
Herr Bettel will nicht zurücktreten
Romain Hilgert
Ausgabe: 29.05.2015
Ganz gleich, wie das Referendum ausgehen wird, eines scheint sicher: Am Abend des 7. Juni will niemand Konsequenzen daraus ziehen, wenn er von den Wählern desavouiert wurde. Die Regierung und die Mehrheitsparteien erklärten sich zwar bereit, die von den Wählern getroffenen Mehrheitsbeschlüsse …
Was halten Jugendliche vom Wahlrecht ab 16?
„Die wollen uns bloß manipulieren“
Peter Feist
Ausgabe: 29.05.2015
Eines Spätnachmittags in einem Jugendhaus am Rande der Hauptstadt. Weil die wolkige Wetterlage von einem sonnigen Abschnitt unterbrochen wurde, sind die Tischtennisplatten im Hof stark umlagert. Drinnen im Haus herrscht rege Aktivität am Billardtisch, aber auch auf den Sitzgelegenheiten abseits …
Tentative d’un psychogramme des deux camps, celui du oui et celui du non
Les anciens et les modernes, la suite
josée hansen
Ausgabe: 29.05.2015
Il a le regard perçant d’un bleu clair auquel il assortit ses chemises, se dit plutôt timide et affirme devant tous les micros qu’il ne saurait être considéré comme xénophobe puisque sa femme est d’origine italienne (naturalisée l’année dernière). Il est enseignant du secondaire en géographie, …
Esthétiques de la campagne
Back to the future
josée hansen
Ausgabe: 29.05.2015
« C’est un fameux trois-mâts fin comme un oiseau – Hisse et ho, Santiano ! » La chanson folk qu’enregistra Hugues Auffray en 1961 est de toutes les veillées au coin du feu des camps scouts, lorsque le chef va chercher sa guitare dans la tente pour régaler ses pairs d’une soirée chants et amitié. …
Die Unternehmer boten den Beschäftigten eine Allianz für das Ausländerwahlrecht an. Sogar die CSV unterstützte sie. Dann stürzte die Regierung, als Ausweg blieb ein Referendum
Historische Chance
Romain Hilgert
Ausgabe: 29.05.2015
Als Vorsitzender einer schwer zu überblickenden Reihe von Firmen in den Bereichen der Vermögensverwaltung, Anlagenberatung und Internetwirtschaft ist Norbert Becker einer der zeitgenössischen Helden des Luxemburger Kapitalismus. Doch statt sich als Abenteurer des globalisierten Wettkampfs zu …
Der Referendumszirkus des Parlaments gastierte einen Abend lang in Diekirch
Ohne Begeisterung, ohne Leidenschaft
Romain Hilgert
Ausgabe: 22.05.2015
Aufgeregt springt eine kleine Frau vor dem Eingang des Kulturzentrums hin und her. Man solle sich bloß gut informieren, ruft sie. Den Leuten, die im Halbdunkel zum Parkplatz eilen, versucht sie, kleine Flugblätter in die Hand zu drücken. „Es wurde noch längst nicht alles gesagt!“, wirbt sie mit …
Die Debatte um ein Wahlrecht ab 16 Jahre ist schon ziemlich alt. Bislang verschanzten sich die Erwachsenen gerne hinter dem Argument, 16-Jährige wären noch nicht reif genug für Politik
Gefährlicher als Alkohol
Ines Kurschat
Ausgabe: 15.05.2015
Dass Meinungsumfragen gewaltig daneben liegen können, konnte man am vergangenen Donnerstag in Großbritannien beobachten, als entgegen den Vorhersagen die konservativen Tories eine absolute Mehrheit einfuhren. Insofern sind Prognosen, wonach eine Mehrheit von 68 Prozent in Luxemburg gegen ein …
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