François Bausch,
Ex-Verteidigungsminister (Grüne), wird nicht wegen fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit der Explosion im Munitionslager Waldhof im Februar 2019 angeklagt, der frühere Stabschef der Armee, Alain Duschène, ebenfalls nicht. Die Ratskammer der ersten Instanz hatte entschieden, die Anklagen zuzulassen. Bausch und Duschène legten Berufung ein. Die Ratskammer des Berufungsgerichts fand am Dienstag, es habe sich nicht festellen lassen, dass beide Kenntnis von den konkreten Umständen hatten, die zu dem tragischen Unglück führten. Die Staatsanwaltschaft hatte unter anderem argumentiert, Bausch habe als Bautenminister der ersten DP-LSAP-Grüne-Regierung von Mängeln am Munitionslager erfahren und hätte deshalb als Verteidigungsminister von Gambia II dessen Schließung anordnen müssen. (Foto: sb) pf
Carlo Thelen,
Generaldirektor der Handelskammer, meinte bei der Vorstellung ihres Gutachtens zum Staatshaushalt, Luxemburg sei am Ende seines Pragmatismus’ und „ein bisschen“ auch am Ende seines Sozialmodells wegen einer „CGTiséierung vun der Gewerkschaftszeen“ angelangt. Kurz darauf lobte er das Vorhaben der belgischen Regierung, die Lohnindexierung für drei Jahre bei einem Monatsgehalt von 4 000 Euro zu deckeln. Es wäre „eng super Nouvelle, wa mer dat hei zu Lëtzebuerg fäerdeg bréngen“. Das Index-Thema aufzuwerfen, ist auch nicht gerade Ausdruck von Pragmatismus. pf
Georges Mischo,
CSV-Arbeitsminister, erklärte in einem Interview mit paperjam.lu am Mittwoch, er sei nicht „le ministre monstre que certains se plaisent à décrire“. Seine Arbeitsmethode sei lediglich eine andere als die seiner Vorgänger. Seit OGBL und LCGB dem Premier schrieben, Mischo sei seinem Amt nicht gewachsen, befindet dieser sich in einer Charme-Offensive. Der Dialog mit den Gewerkschaften sei nie abgerissen, beteuerte er in dem Interview. pf
Paul Weimerskirch,
bis diesen Sommer CSV-Bürgermeister von Schifflingen und früherer Mitarbeiter im Sekretariat der Partei, meinte im Wort vom Samstag, „die CSV steht nicht hinter Luc Frieden“. Der Premier habe Regierungsmitglieder, die in der Kritik standen, „im Stich gelassen“ und überzeuge nicht nach außen. Die Partei brauche „ein Thema, wo alle sagen: ‘Was die CSV sagt, ist richtig.’“ So ein Thema fehle aber. pf
Noch keine Luftabwehr
Belgien werde gemeinsam mit den Niederlanden Luftabwehr-Systeme vom Typ Nasams des norwegischen Herstellers Kongsberg kaufen. Ein solches System sei für Luxemburg vorgesehen, meldeten belgische Medien, wie der Sender BRF, unter Bezug auf Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken. Die Luxemburger Verteidigungsdirektion dementierte das auf Land-Nachfrage: Luxemburg habe „nach keng Entscheedung fir e System oder eventuell Partner an der Loftverdeedegung a Rakéitenofwier getraff. Mir consideréieren aktuell nach verschidden Optiounen“. pf
„Eldorado“
Vergangene Woche wurden die Gehaltsunterschiede zwischen Grenzgänger/innen und in Frankreich lebenden Arbeitnehmern in einer Veröffentlichung des Institut national de la statistique et des études économiques (Insee) Grand Est verdeutlicht. Wer die Grenze für die Arbeit überquert, nimmt jeden Tag lange Pendelzeiten in Kauf – und verdient im Schnitt 65 Prozent mehr als bei gleicher Lohnarbeit zuhause. In Gesundheitsberufen, etwa für Ärzte, Krankenschwestern oder Pflegepersonal, sind es bis zu 103 Prozent, in der Finanzbranche 94 Prozent. Für die erwerbstätigen Bewohner der Lorraine sei Luxemburg weiterhin ein „Eldorado“, beschrieb es der Républicain Lorrain. sp
Wilmes vs Welfring
Le Jongbauerendag a eu lieu dimanche dernier au lycée technique agricole de Gilsdorf. Les jeunes agriculteurs ont de bonnes raisons d’être inquiets quant à leur avenir. La baisse massive des subventions de la PAC, l’arrivée probable du Mercosur, des céréales vendues à prix cassé et une tendance à la baisse alarmante sur le prix du lait : « les nouvelles ne sont pas bonnes » synthétise le président de l’organisation, Charel Ferring. La traditionnelle petite pièce de théâtre portait sur un autre sujet d’actualité : la possibilité de construire autour des fermes existantes, un dossier entre les mains du ministère de l’Environnement. Répondant au Land, Charel Ferring témoigne de sa reconnaissance envers la famille Hansen. Christophe, commissaire européen à l’agriculture (CSV), « qui fait ce qu’il peut avec ce que l’Europe lui donne », et sa cousine Martine, ministre de l’Agriculture (CSV), « qui comprend très bien nos problèmes sans avoir besoin d’avoir des explications de son ministère, à la différence de ses prédécesseurs. » Un ministre, toutefois, n’a pas la cote : Serge Wilmes (CSV), en charge de l’Environnement. « On aurait pu penser que les relations seraient plus fluides qu’auparavant, mais ce n’est pas le cas. Il y a un gros manque de communication et on ne comprend pas bien pourquoi », tacle l’éleveur de Tandel âgé de 23 ans. Ce constat l’incite à comparer l’actuel ministre à la précédente, l’écologiste Joëlle Welfring : « Avec elle, nous pouvions discuter et chercher des solutions ensemble. Les dialogues étaient constructifs et les démarches allaient plus vite qu’aujourd’hui. » Il cite en exemple la simplification administrative lors de travaux de rénovation dans les fermes. « Avant, il fallait une étude d’impact même si on voulait changer une fenêtre. Nous l’avons contacté, elle nous a invités pour en parler et nous a finalement présentés une solution très pragmatique. » Ce n’est décidément pas la semaine de Serge Wilmes et de son ministère de l’Environnement. Mercredi, le Tageblatt s’est fait l’écho de l’ambiance délétère qui règnerait dans le Héichhaus. (photo: sb) en
Terror-Urteil
Der schwedische Angeklagte Alexander H., der diesen Sommer aufgrund seiner Mitgliedschaft in den rechtsradikalen Terrororganisationen The Base und der ökofaschistischen Green Brigade vor Gericht stand und im Keller seines Elternhauses in Strassen einsatzfähige Bomben baute, wurde gestern zu acht Jahren Haft verurteilt. Sechs Jahre der Haftstrafe sind zur Bewährung ausgesetzt, davon fünf mit sursis probatoire, in denen er sich regelmäßig Deradikalisierungs-programmen von respect.lu unterziehen muss. Ein Großteil der Anklagepunkte fielen in die Minderjährigkeit des heute 23-Jährigen, der gerade volljährig geworden war, als er festgenommen wurde. Er hatte Anschläge hier im Land und im Ausland geplant. Während des Prozesses hatte er gesagt, die Chatrooms hätten ihm ein „Gefühl der Zugehörigkeit und des Respekts“ gegeben. SP