Erklärtes Ziel des Kulturausschusses vergangenen Mittwoch war es, „den Stand der Dinge“ im CNA zu besprechen und ein „bisschen Licht“ (dixit André Bauler) ins Dossier zu bringen. Direktor Gilles Zeimet, der sich in einem Land-Artikel sowie anderen Medienberichten Mobbingvorwürfen ausgesetzt sah, war gemeinsam mit dem Kulturminister Eric Thill (DP) anwesend. Es kam seitens des Ministers allen voran zu gebetsmühlenartigen Wiederholungen. Eric Thill sagte mehrmals „klar und deutlich“, er akzeptiere kein Mobbing und lege „das Ohr nun noch näher ans Gleis“. Das CNA befinde sich in einer Transitionsphase und in einem Transformationsprozess. Djuna Bernard (Grüne), David Wagner (Déi Lénk) und Georges Engel (LSAP) stellten Fragen zu den Mobbingvorwürfen, zu den Schäden an der Lutz-Teutloff-Sammlung, zur einjährigen Archivschließung und zum Verlassen von vier Führungskräften. Georges Engel fand diese Zahl „enorm viel“, immerhin vierzig Prozent der zehn Führungskräfte, die es vor der Zusammenlegung in vier Abteilungen noch gab.
Es sei die richtige Entscheidung gewesen, das Archiv zu schließen, antwortete Gilles Zeimet. Die Schäden an den Werken der Teutloff-Sammlung seien wohl auf Restfeuchtigkeit in der Wand zurückzuführen, obwohl die Trocknungszeiten eingehalten worden seien. Eric Thill erklärte, eine Zufriedenheitsanalyse für die Mitarbeiter/innen sei im Frühjahr 2025 lanciert worden; die Resultate zeigen, dass im Bereich Kommunikation, Transparenz und Teilhabe noch „Luft nach oben“ sei. Zeimet wiederum sagte, als Direktor müsste er an einigen Pisten arbeiten, etwa der internen Kommunikation und dem Wohlbefinden des Personals. Zwei Personen hätten seit September 2023 eine Schutzprozedur wegen Mobbing angefragt, ergänzte Eric Thill. Ein Coaching der Direktion sei eingeführt worden, nun wird dem Direktor ein Begleitkomitee an die Seite gestellt, wie es bereits eines unter dem ehemaligen Direktor Paul Lesch gab. Des Weiteren wird der staatliche Personaldienst CGPO sich eingehender mit dem „psychosozialen“ Aspekt beschäftigen. Die Abgänge der Führungskräfte sowie die Zufriedenheitsanalyse sollen hinter verschlossenen Türen erneut thematisiert werden.