Gespräch mit Isabelle Mossong, der neuen CEO des nationalen Forschungsfonds FNR

Chefin, Strategie, Gesetz – alles neu

Isabelle Mossong in ihrem Büro in der Maison du Savoir in Belval
Photo: Sven Becker
d'Lëtzebuerger Land du 27.03.2026

d’Land: Frau Mossong, Sie sind Historikerin, Spezialistin für Alte Geschichte. Ehe Sie am 1. Januar CEO des FNR wurden, waren Sie seit 2016 wissenschaftliche Referentin am Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in München. Was war Ihre Aufgabe dort?

Isabelle Mossong: Sie war verbunden mit Forschungen zur iberischen Halbinsel in der Römerzeit. Ich hatte ein Editionsprojekt und habe zeitgleich eine Habilitation zu den Inschriften im römischen Nordwesten der iberischen Halbinsel vorangetrieben. Wegen der unvorhersehbaren Entwicklung im letzten Jahr ist dieses Projekt noch nicht ganz fertig.

Ihr Wechsel zum FNR verlief unvorhersehbar schnell?

Ja, das war nicht unbedingt mein Plan. Aber Gelegenheiten, die sich mir im Leben boten, habe ich immer genutzt. Die beim FNR auch.

Das DAI ist groß. Es hat auch Zweigstellen im Ausland, in Kairo, Istanbul oder Madrid zum Beispiel. Warum gaben Sie das DAI für Belval auf?

Der Sprung war groß. Aber ich war 2001 ins Ausland gegangen, als es in Luxemburg noch keine Universität gab. Jetzt kann ich von den Erfahrungen, die ich im Ausland sammeln konnte, etwas hierher zurück bringen, zu so einer tollen Organisation wie dem FNR.

Wie sehen Sie die Luxemburger Forschungslandschaft?

Was sich in den letzten 25 Jahren entwickelt hat, ist spannend und beeindruckt mich. Mit dem großen Akteur Universität und Forschungszentren wie List, Liser oder LIH ist Luxemburg als kleines Land sehr breit aufgestellt. Obwohl man nicht alle Bereiche abdecken kann und Prioritäten setzen muss.

Sie haben Ihr Amt in einer Zeit übernommen, wo viel geschieht. Der FNR hat sich eine neue Strategie gegeben. Das Parlament diskutiert eine neue loi organique für den Forschungsfonds. Ehe wir darauf zurückkommen: Was für Akzente möchten Sie persönlich setzen?

Mir liegt die internationale Kooperation sehr am Herzen. Sie wird stärker, das lässt sich an den Forschungsprojekten ablesen, die der FNR fördert. Aber mir wäre wichtig, dass man auf verschiedensten Ebenen Anreize schafft, um noch mehr internationale Projekte zu bekommen, die von zwei oder drei Förderagenturen unterstützt würden. Zwar bringt das administrativen Zusatzaufwand mit sich, doch der Mehrwert aus solchen Kooperationen überwiegt. Das gleiche gilt für Dissertationen. Ich selber habe eine Doktorarbeit unter co-tutelle geschrieben, hatte einen Betreuer an der Freien Universität Berlin und einen an der Université de Strasbourg. Dadurch bekam ich Zugang zu den Wissenschaftskulturen von zwei Ländern. Für Luxemburg würde ich mir ebenfalls mehr solcher Dissertationen wünschen.

Die Luxemburger Forschungslandschaft ist sehr international. Wissen Sie, wie viele Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland kommen?

Genau weiß ich das nicht, gehe aber davon aus, dass der Anteil bei über 70 Prozent liegt. Ich denke, dass die Bedingungen an der Uni und an den Instituten so gut sind, dass sie Top-Wissenschaftler aus dem Ausland anziehen.

Das Problem der sich immer wiederholenden Zeitverträge für Forscher besteht aber noch.

Stimmt, aber das ist kein rein Luxemburger Problem. In Deutschland beispielsweise begann diese Diskussion schon vor mehr als 25 Jahren. Mitte der 2000-er Jahre trat das so genannte Wissenschaftszeitvertragsgesetz in Kraft. Es regelt, wie lange man Zeitverträge haben darf, sowohl vor der Promotion als auch danach. Erreicht man bestimmte Ziele nicht, ist es vorbei mit der Karriere an einer universitären Einrichtung. Das ist in Luxemburg nicht viel anders. Natürlich sind die Zeitverträge ein Problem für die betreffenden Personen, aber andererseits helfen sie, den Pool an Wissenschaftlern auszutauschen. Dadurch erwartet man sich Innovationen und neue Perspektiven auf Forschungsfragen. Ganz lösen, glaube ich, kann man dieses internationale Problem nie, und auch der FNR wird es nicht für Luxemburg lösen.

Aber der Forschungssektor ist nicht groß hierzulande, viele Arbeitsmöglichkeiten gibt es nicht. Vielleicht ließe sich ein Luxemburger Modell erfinden, das zum Beispiel auch den Privatsektor einbezieht?

Das wäre natürlich sehr kreativ. Dazu müssten sich alle Akteure mal wieder an einen Tisch setzen, nicht nur mit dem Forschungsministerium, sondern auch mit dem Arbeitsministerium. Das würde ich voll unterstützen. Trotzdem wird man die Zeitverträge nie ganz aus der Forschung eliminieren können. Weil sie durch Transfer und neue Ideen belebt wird, und weil Festanstellungen einen Kostenpunkt haben.

Der neue Vierjahresvertrag des FNR mit dem Staat für die Jahre 2026 bis 2029 trägt Ihre Unterschrift. Darin steht als erste Priorität, „Promouvoir l’excellence scientifique“. Wie exzellent ist die Luxemburger Forschung?

Exzellenz ist ein schwieriger Begriff. Ich drücke es lieber so aus: Für den FNR ist es sehr wichtig, Projekte von sehr hoher Qualität zu finanzieren. Deshalb werden sie von ausländischen Reviewers evaluiert, die auch den Maßstab von außen anlegen können. Was im Umkehrschluss nicht heißen soll, dass Luxemburger Wissenschaftler keine guten Reviewers wären…

… aber der FNR möchte Interessenkonflikte im kleinen Sektor ausschließen?

Das zum einen. Zum anderen ist in dem kleinen Sektor der Wettbewerb nicht groß, der in größeren Ländern die Qualität nach oben treibt. Deshalb hat der FNR die gesamte Projekt-Evaluierung ausgelagert. Weil der FNR ein Portfolio aus vielen Programmen hat, sind die Evaluierungen unterschiedlich. Unser Hauptprogramm heißt Core, daraus finanzieren wir Projekte aus der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung im Rahmen nationaler Prioritäten. Bei Core werden zu jedem eingereichten Projekt bis zu drei schriftliche Reviews angefordert. Die Reviews gehen bei uns ein und werden in einer zweiten Etappe von einem Panel evaluiert und in eine Rangfolge gebracht, sodass am Ende die besten Projekte gefördert werden.

Wie hoch ist die Erfolgsrate, eine Core-Finanzierung zu bekommen?

In den vergangenen Jahren lag sie bei um die 20 Prozent. Seit einigen Jahren liegt immer mehr Druck auf Core. Es werden sehr viele gute Projekte eingereicht, aber unser Budget reicht nicht weit genug, um alle wirklich exzellenten Projekte zu fördern.

Ist das ein neues Moment? In den letzten 20 Jahren konnte man den Eindruck haben, dass in der öffentlichen Forschung Geld kein Problem war.

Es steht noch immer viel Geld bereit. Wenn man pro Kopf runterbricht, was der Luxemburger Staat für die öffentliche Forschung ausgibt, ist es im Europa-Vergleich nach wie vor sehr viel. Feststellen muss man, und eigentlich ist das schön, dass die Qualität zugenommen hat. Dadurch besteht mehr Konkurrenz und wir können insgesamt weniger Projekte fördern.

Benötigt der FNR strukturell mehr Geld für sein wichtigstes Förderprogramm?

Wir haben innerhalb unseres Budgets Umwidmungen vorgenommen, um den Druck auf Core ein wenig zu senken und die Erfolgsquote der Einreichungen zu erhöhen. Core wird aber unter Druck bleiben. Für Forscher, die aus Budgetgründen eine Förderung für ein exzellentes Projekt nicht bekommen, ist das natürlich bitter. Aber wir leiten allen Antragstellern die Reviews zu ihren Projekten zu. Nichts verhindert, dass sie sich ein Jahr später erneut bewerben. Oder dass ihre Forschungseinrichtung das Projekt zu finanzieren beschließt, oder dass diese Forscher sich um andere Geldtöpfe bemühen, beispielsweise um europäische ERC-Grants. Kompetitiv, über den FNR oder aus EU-Programmen, werden 20 bis 25 Prozent der gesamten Forschungsfinanzierung in Luxemburg vergeben. Der Großteil kommt vom FNR.

Im neuen Vierjahresvertrag mit dem Staat liegt der plafond d’engagement pluriannuel mit 359,3 Millionen Euro für sämtliche Tätigkeitsfelder des FNR deutlich niedriger als im Vertrag für 2022 bis 2025. Da lag der Deckel noch bei 445,9 Millionen. Spart der Staat doch am FNR?

Der Plafond betrifft die Engagements, die der FNR eingehen kann, er betrifft nicht unser Budget, das übrigens kontinuierlich steigt. Meist fördern wir mehrjährige Projekte. Die müssen nicht mit einer convention pluriannuelle enden, etwa die hochdotierten National Centers of Excellence in Research, die unter dem letzten Vierjahresvertrag engagiert wurden und sich unter dem aktuellen Vertrag fortsetzen. Wir sind daher nicht schlecht gestellt mit den fast 360 Millionen Euro Engagements, die wir in den nächsten vier Jahren eingehen können. Und was wichtig ist: Die Priorität 1, Förderung der wissenschaftlichen Exzellenz, macht 70 Prozent der Engagements aus. Wir werden den Großteil des Budgets für Grundlagen- und angewandte Forschung ausgeben.

Im Vierjahresvertrag wird auch auf ein Zusatzbudget verwiesen und wahrscheinlich provisorisch ein Posten „0€“ erwähnt. Er bezieht sich offenbar auf eine Strategie zur Künstlichen Intelligenz, auf Quantum Computing und auf Verteidigung.

Das ist eine der großen Baustellen, die ich nun angehen will und muss. Sie hat auch mit dem neuen FNR-Gesetz zu tun, das dieses Jahr in Kraft treten soll. Das umzusetzen, wird eine große Herausforderung, aber wir sind eine Institution, die auch mit der Zeit gehen muss. Dass wir uns nach 25 Jahren neu aufstellen, scheint mir ganz normal zu sein. Die null Euro stehen im Vierjahresvertrag, weil wir mit den jeweiligen Ministerien zum Teil noch aushandeln müssen, was genau finanziert werden soll. Dann bekommen wir eine Extra-Zuwendung on top zu der, die im Vertrag schon vorgesehen ist.

Das heißt, der FNR wird künftig auch Forschungsprojekte im Verteidigungsbereich fördern?

Diese Möglichkeit existiert bereits seit 2022. Der dritte Projekt-Aufruf, ein Call, wie wir das nennen, endete im vergangenen Dezember. Zurzeit werden die Projekte evaluiert, finanziert werden sie später von der Verteidigungsdirektion im Außenministerium gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium, wodurch wir extra Gelder bekommen. Die Anwendung dieser Projekte ist natürlich auch mit dem Ziel verbunden, die Luxemburger Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Das Panel zu diesem Call hat vor kurzem stattgefunden, jetzt läuft die Auswertung. Welche Projekte den Zuschlag bekamen und in welcher Höhe, wird bald bekanntgegeben.

Eine zweite Priorität des FNR heißt „Accelerating Knowledge Exchange and Societal Impact“. Sie soll von der aktiven Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bis hin zur Kommunikation von Wissenschaft an die Öffentlichkeit reichen. Schon 2013 hatte der FNR sich ein Motto „Research with Impact“ gegeben und Programme für Public-private partnerships entwickelt. War der Impakt seither noch nicht groß genug?

Ich denke, dass einfach der Wille besteht, die Forschung, die gemacht wird, noch stärker in den Nutzen der Gesellschaft zu stellen. Messen lässt der Impakt sich schwer. Indem wir Kooperationen zwischen Forschung und Wirtschaft, vor allem mit der Industrie fördern, erhoffen wir uns, dass mehr in der Gesellschaft ankommt und es einen konkreten Nutzen für die Allgemeinheit gibt.

Ein wichtiges PPP-Programm heißt Bridges. Laut FNR-Jahresbericht 2024 wurden daraus zwischen 2018 und 2024 insgesamt 107 Projekte gefördert und es flossen 35 Millionen Euro vom FNR. Offenbar jedoch nimmt die Zahl der Unternehmen, die so ein PPP eingereicht haben, ab. 2019 waren es 15 Luxemburger Firmen, 2020 und 2021 je 13, anschließend ging die Zahl bis 2024 auf fünf zurück. Bei den internationalen privaten Partnern ist die Tendenz ähnlich. Woran liegt das?

Die Zahlen für Bridges zeigen nur einen Teil des Bildes. Seit 2021 hat der FNR gemeinsam mit verschiedenen Ministerien thematische Calls aufgelegt. Etwa in den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheitstechnologien, KI, High-Performance Computing oder in der schon erwähnten Verteidigung. Diese Joint Calls sprechen zum Teil genau die Unternehmen an, die früher ausschließlich über Bridges den Weg zu uns fanden. Das Angebot hat sich also diversifiziert. Zählt man Bridges und die gemeinsamen Ministeriums-Calls zusammen, ist ein Rückgang der Industriebeteiligung nicht erkennbar.

Von der Kooperation mit der Wirtschaft ist auch im Entwurf zum neuen FNR-Gesetz die Rede. Dem FNR soll als eine neue Mission aufgetragen werden, für die Inwertsetzung und den Transfer von Forschungsresultaten in „applications concrètes“ zu sorgen. Was für ein Ziel ist damit verbunden?

Die Programme des FNR bieten Andock-Möglichkeiten. Sei es finanzieller Art, oder um innovative Projekte zu generieren. Wir sind eine Schnittstelle zwischen den öffentlichen Forschungseinrichtungen und der Industrie, beziehungsweise der Wirtschaft. Mit unseren Fördermitteln ermöglichen wir es, Kräfte zu bündeln. Das geschieht auch in Zusammenarbeit mit Luxinnovation, der nationalen Innovationsagentur, mit der wir im Austausch stehen. Die Rolle des FNR soll künftig noch etwas stärker werden. Wir werden zu einem Dreh- und Angelpunkt für den Austausch zwischen zwei Welten, die vielleicht nicht direkt Anknüpfungspunkte haben. Wir nehmen das sehr ernst, das ist uns wichtig.

Die Handelskammer bedauert in ihrer Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf, dass die Finanzierung durch den FNR auf den öffentlichen Sektor orientiert ist. Das bremse die Innovation, weshalb für die Unternehmen der Zugang zu den FNR-Förderungen „breiter und leichter“ werden sollte. Was natürlich eine politische Frage ist.

Die Zugangskriterien zu beispielsweise dem Core-Programm sind andere als die für Public-Private Partnerships. Da kommt man der Industrie schon entgegen. Dass wir alle Kriterien fallen lassen und das Geld einfach so verteilen, wird natürlich nicht stattfinden. Außerdem darf der FNR nur die öffentliche Forschung von PPPs finanzieren. Private Unternehmen finanzieren dürfen wir nicht. Daraus folgt, dass ein Unternehmen sich mit einer Forschungseinrichtung zusammensetzen muss, um ein Projekt zu entwickeln. Daraus entsteht eine Einreichung bei uns durch die beiden Partner gemeinsam. Das soll sich auch mit dem neuen Gesetz nicht ändern.

Vor allem wünscht die Handelskammer sich einen einfacheren Zugang für Klein- und Mittelbetriebe zu den Programmen, sowie für Startups.

In der Vergangenheit griffen überwiegend die großen Player auf PPP-Programme zurück. Ich meine, das hat sich in den letzten Jahren in Richtung mittelgroßer Betriebe diversifiziert. Die Größe eines Unternehmens ist für uns kein Kriterium, wir schließen niemanden aus. Trotzdem liegt unser Hauptfokus auf der Forschung, und unsere Kriterien bleiben immer der Exzellenz verschrieben. Startups sind bereits sehr aktiv. Oft sind das kleinere Betriebe, weil sie erst am Anfang ihres Aufbaus und Ausbaus stehen. Manchmal ist es so, dass die Verantwortlichen eines Startups aus der Forschung kommen und dann sehr konkrete Ideen haben, vielleicht auch schon mit unseren Programmen vertraut sind. Aber wie gesagt, wir schließen niemanden aus. Was zählt, ist der Wille, die Forschung gemeinsam mit einem öffentlichen Partner voranzutreiben.

Apropos Kommunikation der Wissenschaft an die Öffentlichkeit: Da ist der FNR schon aktiv, in den Covid-Jahren war er sehr aktiv. Soll das weiter ausgebaut werden?

Es gibt dazu einerseits eigene Initiativen des FNR. Etwa die Fernsehsendung „Take Off“, die wir gemeinsam mit der Fondation Losch produzieren, um junge Leute mit den Wissenschaften in Kontakt zu bringen. Um die Sendung herum haben wir ein ganzes Programm aufgebaut, wir wollen schon Kinder im Grundschulalter für Forschung begeistern. Über die eigenen Initiativen hinaus will der FNR auch bei der Vermittlung der Wissenschaften ein Brückenbauer sein. Wir versuchen, diese Kommunikation anzuregen und unterstützend mitzuwirken, und sind auch durchaus bereit, sie über unser Angebot Promoting Science to the Public mitzufinanzieren. Wir müssen und wollen nicht alles selber machen.

Sollen Berufswünsche geweckt werden, wenn der FNR sich an junge Leute wendet, oder geht es vor allem um ein Interesse an den Wissenschaften überhaupt?

Wir möchten die gesamte Gesellschaft für Forschung sensibilisieren. Bei Kindern und Jugendlichen anzufangen, halte ich für einen sehr guten Ansatz, denn das sind die Genera-
tionen, die uns in den kommenden Jahrzehnten prägen werden. Wenn sich nachher jemand entscheidet, eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen, umso besser. Dann steht idealerweise in 20 Jahren Nachwuchs für die Luxemburger Forschungseinrichtungen bereit. Jedes Jahr organisiert der FNR die Researchers at School, eine Initiative, um Forscher in die Schulen zu schicken. Niemand kann besser erklären als sie, was Forschung ist und wie ihr persönlicher Werdegang dorthin verlief.

Oft heißt es, den Wissenschaften werde seit Covid-19 weniger vertraut. Ist das in Luxemburg so?

Alle zwei Jahre erhebt der FNR den Stellenwert der Wissenschaften in der Gesellschaft. Einen Trend, dass das Vertrauen in die Wissenschaften oder in die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler abgenommen hätte, erkennt man in Luxemburg nicht wirklich. Um Vorurteilen gegenüber der Wissenschaft entgegenzuwirken, hat der FNR vor vier Jahren das Format „Ziel mir keng!“ entwickelt, das auf RTL und sozialen Medien verfügbar ist. Da wird in kurzen Videos auf lustige Weise dargestellt, was der Stand der Forschung zu einer bestimmten Frage ist und was hinzu gedichtet wird, damit das klar zu unterscheiden ist.

Peter Feist
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