Archive

Culture / Théâtre et danse

L'incroyable voyage

Die unglaubliche Reise

Anne Schroeder I
Édition: 06.11.2008
Gilles Granouillet saß einfach da rum. Im unterkühlten Zuschauerraum des städtischen Kapuzinertheaters. Bei der Vorführung seines Stückes L’incroyable voyage. Im Presse­communiqué stand geschrieben, dass es die erste Reise des französischen Autors und Intendanten nach Luxemburg sei. In eben jenem …
Faites le plein, s.v.p.

Le plein de moi

Emmanuelle Ragot
Édition: 23.10.2008
Le décor de la scène est minimaliste, un tabouret par-ci, une paire de chaussures par-là, une structure métallique au fond de la scène à gauche en guise d’écran et, en voix off, le chorégraphe déclinant quelques souvenirs en allemand, français et anglais. Il y a dans ce mode narratif, quelque …
Kunst

Offenbarungen in Weiß

Claude Reiles
Édition: 23.10.2008
„Wenn ich ich bin, weil ich ich bin, und du du bist, weil du du bist, bin ich ich und du bist du. Wenn ich aber ich bin, weil du du bist und du du bist, weil ich ich bin, bin ich nicht ich und du bist nicht du.“ Zuge­gebenermaßen wirken diese in Yas­mina Rezas Drama Kunst zitierten Worte …
Die Probe

Auf brüchigem Stein

Claude Reiles
Édition: 09.10.2008
Die Erbmasse eines Menschen, die DNS, ist ein Konstrukt aus vier möglichen Bausteinen (Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin). Dies ist eine mikrobiologische Tatsache. Sie kann uns Klarheit über die Einzelbestandteile, mögliche Krankheiten und die allgemeine Verfassung eines menschlichen Wesens …
D'Enn, mäi Frënd

Inszenierung am Rande des Abgrunds

Anne Schroeder I
Édition: 02.10.2008
Heutzutage gibt es keine Altersheime mehr. Heutzutage findet Alter und Tod, Vergreisung und Vereinsamung in Cipas statt. Aus den Heimen wurden Zenter (so wie Gartenzenter), aus den Alten Ältere, die sich mit sich selbst integrieren sollen. Oder die sich in die Gesellschaft wieder hineinintegrieren …
Oh les beaux jours

Welcome to Wilsonland

Janine Goedert
Édition: 18.09.2008
Robert Wilson is back in Luxembourg to direct Adriana Asti in Samuel Beckett’s Oh les beaux jours. And then, on Thursday he will give a reading of Krapp’s Last Tape. A glorious way to open the season! Ever since the 1960s his name has been connected with the avant-garde. He’s done it all: opera, …
Waw

To begin at the beginning...

Janine Goedert
Édition: 11.09.2008
Friday, October 9th, 1931. “Really, this unintelligible book is being better ‘received’ than any of them. A note in The Times proper – the first time this has been allowed me. And it sells – how unexpected, how odd that people can read that difficult grinding stuff!” Virginia Woolf’s diary note …
Papa, tu dors?

Besuche bei Schlafes Bruder

Claude Reiles
Édition: 31.07.2008
70 Quadratmeter Musikraum in Kleinbettingen, Tresen und Zapfanlage im Publikumsbereich, das Ganze im theaterfeindlichen Sommermonat Juli, zwei Dutzend Stühle, davon die Hälfte besetzt, die Feuerwehr machte zehn Prozent der Besucherzahl aus. Einiges, so einiges deutete an diesem Dienstagabend auf …
Bauchdanz

Sommerloch-Fantasien mit Gregory Peck

Anne Schroeder I
Édition: 24.07.2008
Das Stengeforter Theaterfestival ist seit nunmehr 17 Jahren ein hybrides, unklar definiertes Produktionsding, das das Luxemburger Sommer-Kulturloch heimsucht. Es nennt sich großspurig „Festival“, obwohl sich sein Programm auf maxi­mal zwei Inszenierungen beschränkt. Alleinige Auswahlkriterien für …
Mischa der Fall

Wahnsinn in situ

Anne Schroeder I
Édition: 17.07.2008
Mischa der Fall – dabei handelt es sich um den Fall des Schweizers Mischa Ebner, der im September 2002 als mutmaßlicher Frauenmörder und Gewalttäter traurige Berühmtheit erlangte. Bei seiner Festnahme gab der damals 27-Jährige insgesamt 30 Delikte zu. In seiner persönlichen Spirale der Gewalt …
Mammuthus Exilis

Mythologien

josée hansen
Édition: 26.06.2008
Ett ass d’Geschicht vun engem Typ, dee seng Deeg am Murkstrikot um Kanapee vergammelt an, wéi ongeféier all zweet Krunneméck, déi ech kennen, versprécht, hie géng elo „de Joerhonnertroman“ schreiwen, „da kann den James Joyce sech tessele goen“. Liicht megaloman an total am falsche Film. Ëm déi 40 …
Mama Bumba

Was passiert, wenn man auf seinen Hintern hört?

Sarah Lippert
Édition: 12.06.2008
Es gibt Theaterstücke, die sind, salopp gesagt, „für den Arsch“ und die sollte man sich auch ersparen. Fabienne Bievers Mama Bumba. Mein Hintern, der Tango und ich, das bis zum 21. Juni im Kasemattentheater zu sehen ist, handelt hingegen von einem Arsch, der es nicht länger ertragen kann, dass …
Woyzeck

Private Woyzeck 2008

Claude Reiles
Édition: 22.05.2008
Ein hockender Affe im Zentrum der Bühne – apathisch schottet er sich von dem Geschehen ringsum ab. Franz Woyzeck, der Gorilla, wie im Zoo ausgestellt, unbeweglich, stumm, Opfer und Mörder zugleich, den Gesetzen des Determinismus unterlegen. Alkoholismus, Soldatentum, medizinische Willkür und die …
Meine Tante und ich

Gewohnheitstäter

Anne Schroeder I
Édition: 01.05.2008
Warum geht der Mensch ins Theater? Im Kapuzinertheater begegnet man der vom Aussterben bedrohten Gattung des „Gewohnheitstheatergehers“, jener Spezies strammer Kultursoldaten, die sich jedes noch so unsägliche Werk ansehen, das ihnen Direktor Marc Olinger ins Menü geschrieben hat. So wie jener …

Entretien avec l'acteur Michel Didym

Un purgatoire de caoutchouc dur

Olivier Goetz
Édition: 24.04.2008
Lundi prochain, 28 avril, le théâtre des Capucins accueillera Michel Didym, qui joue Le Dépeupleur, un texte de Samuel Beckett. L’occasion de brosser, ici, sous forme d’entretien, le portrait de cet homme de théâtre complet, animé, depuis des années, par la passion du texte contemporain. …
Design for Living

You're darling!

Janine Goedert
Édition: 13.03.2008
Paris, London, New York – these are not the strategic stops in a fashionista’s busy diary, but the three cities Noël Coward’s bohemians are sailing through in Design for Living: an artist’s studio in Paris gives way to a stylish London flat, while the final setting is a splendid New York penthouse …
Die Terroristen

„In Tirannos“

Elisabeth Schmit
Édition: 13.03.2008
„Das Theater glich einem Irrenhause, rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende Füße, heisere Aufschreie im Zuschauerraum! Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Thüre. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus deßen Nebeln eine …
Interview with Douglas Rintoul, director

Three is not a crowd

Janine Goedert
Édition: 06.03.2008
d’Lëtzebuerger Land: I think having an English director work with Luxembourg actors on an English-language production must be a première. How did it all come about? Douglas Rintoul: I was associate director on Deborah Warner’s pro-duction of Julius Caesar in 2005, which was a massive …
Anissijas Geschichte

Erhobenen Hauptes

josée hansen
Édition: 07.02.2008
1861 hob Zar Alexander II. die Leibeigenschaft in Russland auf. Doch das kam für Anissija zwei Jahre zu spät. Als sie 17 war, hatten ihre Eltern, arme Bauern, irgendwo in einem kleinen russischen Dorf für sie einen Mann gesucht, den sie kaum kannte: Danilo. Anissija liebte einen anderen, doch sie …
Pätterchen D.

Wenn der Tod zum Märchen geht

Anne Schroeder I
Édition: 08.11.2007
Das Beste, das das Kulturjahr für ein größeres Publikum anbie-ten konnte, waren Programme für Kinder und Jugendliche und großangelegte Ausstellungen. Das Capel (Centre d’animation pédagogique et de loisirs) der Stadt Luxemburg hat nun mit einer wunderbaren Ausstellung für Kinder und ihre Familien …

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